Schorsch bloggt

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Wortwolken selber erstellen mit wordle

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Ich mag Wortwolken

auch Schlagwortwolken oder tag clouds genannt. Wortwolken sind nett anzuschauen und können gleichzeitig auch Informationen vermitteln.

Für alle, die so etwas nicht kennen: Man sieht Schlagwörter (engl. tags), die für das Thema (z.B. die Inhalte eines blogs) relevant sind in einer Wolke (engl. cloud) dargestellt. Dabei ist Größe der Worte der Relevanz des Wortes angepasst. Erzähle ich also in meinem blog immer nur von „opensource“, so wird das Wort „opensource“ auch entsprechend groß in dieser Wolke dargestellt.

Deshalb war ich gestern im Netz auf der Suche nach einer Möglichkeit, solche Wolken selbst zu erstellen. Was mir im Snn war, war eine Darstellung für meine „Über mich“-Seite auf meinem blog.

Fündig wurde ich auf www.wordle.net. Diese Seite ist ein Online-Angebot, bei dem man sehr einfach aber mit zahlreichen unterschiedlichen Möglichkeiten Wortwolken erstellen kann.

Um los zu legen, braucht man nur auf den Reiter „Create“ klicken. In dem dann erscheinenden Dialog kann man die die Art seiner Textgrundlage auswählen. Es gibt die Möglichkeit einen Text direkt rein zu kopieren, auf eine Webseite mit RSS- oder Atom-Funktionen zu verweisen (z.B. blogs) oder seinen Account bei del.icio.us zu nutzen. Sehr einfach das ganze! Gebe ich z.B. den link zu meinem blog ein, so entsteht ganz spontan die hier zu sehende Wolke.Nun erhält man die Möglichkeit das Design (Anordnung, Schriftart, Farbgebung,…) der Wolke anzupassen. Hier lohnt es sich einfach mal etwas herumzuspielen und zu probieren. Sehr nett ist dazu auch der unten zu findene „Randomize“-Button, der ein zufälliges Design erzeugt.

Schön und gut, aber wie bekomme ich die Wolke nun auf meinen Rechner oder auf meine Webseite?

Um das Ergebnis nun für die Ewigkeit und den Rest der Welt zu sichern gibt es die Möglichkeit die Wolke in der öffentlichen Galerie zu speichern, woraufhin man dann einen link erhält, den man von Webseiten verlinken kann. Achtung: Hier gibt man alle Inhalte der Wolke für das gesamte Internet frei! Wer also irgendetwas privates in der Wolke hat, sollte darauf verzichten!

Die zweite Möglichkeit ist vielleicht etwas umständlich, aber funktioniert. Ich habe z.B. meine Wolke einfach als screenshot festgehalten. Dazu gibt es sehr komfortable Programme, wie z.B. das unübertroffene „Shutter„. Dann hat man eine Bilddatei in ausreichender Qualität, mit der man machen kann, was man mag. Diese Möglichkeit steht in den offiziellen FAQs des Programmieres, ist also keine Verstoß gegen Rechte des Verfassers.

Eine dritte Möglichkeit, die ich nicht getestet habe, ist das Drucken der Wolke. Dazu einfach auf den „Print“-Button klicken. Aus meinem Browser heraus (Chromium) funktionierte das nicht auf Anhieb. Ich habe aber auch nicht weiter nachgeforscht!

Die für meine Zwecke aber wichtigste Option der Seite ist allerdings die Nutzung des „Advanced“-Button. Hier hinter verbirgt sich nämlich die Möglichkeit direkt gewertete Wörter als Datengrundlage einzugeben und bei Bedarf auch gleich die Farben mit zu definieren. Genau das, was ich gesucht habe!

Also schnell eine Selbstcharakterisierung in Worte gefasst, ein-zwei Klicks getätigt und schon ist meine „Über-mich“-Wolke fertig.

Das Ergebnis findet ihr auf meiner „Über-mich„-Seite. Ich bin zufrieden und habe für mich persönlich ein tool gefunden, was ich bestimmt noch häufiger verwenden werde! Auch wenn es leider nicht gänzlich opensource ist.

Eine Anregung für den Unterricht

Für mich als Pädagogen gibt es mit den Wortwolken noch eine weitere sehr spannende Anwendungsmöglichkeit: Die grundlegende Textanalyse.

Auf dieser Seite hier zum Beispiel wurde wordle mit „Goebbels Sportpalastrede“ gefüttert. Und das Ergebnis der sekundenschnellen Textanalyse ist auf den ersten Blick ganz deutlich: Nationalsozialistische Wortphrasen nehmen den größten Raum der Rede ein!

Das soll auch funktionieren zur Literaturanalyse funktionieren, aber mache sich doch jeder selbst einen Eindruck. Eine kreative Idee ist das allemal!

Euer Schorsch

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