Schorsch bloggt

über seine kleine Welt

Wie mir die dropbox mein Leben (als Lehrer) erleichtert

7 Kommentare

So ein neuer blog will natürlich auch gefüttert werden. Darum habe ich überlegt, welches Prachtstück an Software mein alltägliches Leben wohl am meisten erleichtert.

Zu allererst natürlich die Betriebssysteme auf meinen Rechnern. Da gibt es bei mir seit mittlerweile fünf Jahren für den Alltag nur noch eines: Ubuntu. Mich darüber auszulassen würde meinen aktuellen Zeitrahmen sperngen! Nach kurzem Weiterüberlegen gab es dann eigentlich eine ganz klare Idee: Die dropbox ist es, die mir einiges an Arbeit abnimmt und erleichtet!

Ein Synchronisationstool unter vielen?

Das Multitalent dropbox
Das Multitalent dropbox

Dieses kleine tool, das leider nicht opensource, aber dafür konsquent cross-plattform gestaltet ist, ist auf den ersten Blick ein einfaches Synchronisationstool. Das heißt, ich kann mit der dropbox Dateien auf meinem einen Rechner auch auf meinen anderen Rechner befördern (lassen). Das ist in der Tat die Hauptaufgabe der dropbox, die sie auch mit Bravur meistert. Kurz erklärt: Ich habe auf allen Rechnern, auf denen dropbox eingerichtet ist, einen Ordner, der da „dropbox“ heißt. Alles was in diesem Ordner gespeichert wird, wird automatisch mit der cloud (den Servern von dropbox) und mit allen weiteren Rechnern, die mit der dropbox verbunden sind synchronisiert. Das ganze geht wirklich schnell und zuverlässig. Ich halte auf diese Art und Weise immerhin drei Rechner immer aktuell. In meinem dropbox-Ordner befinden sich nämlich alle meine Dateien, die in in der Arbeit brauche oder mal spontan auch brauchen könnte, sprich mein gesamter Ordner namens „Schule“.

Backup mit Schutz vor Unglücken

Soweit so gut, aber auf den zweiten Blick wird dann sehr schnell deutlich, dass dropbox ein ganzes Stück mehr ist. Ein riesieger Gewinn ist nämlich das bereits erwähnte Synchronisieren mit den Servern. Dropbox ist also auch gleichzeitig ein Backup-tool.

Zeitreise von Nöten? Kein Problem mit dropbox
Zeitreise von Nöten? Kein Problem mit dropbox

Alles was in der dropbox ist, wird versioniert und somit wiederherstellbar, falls mal etwas schief lief und Dateien gelöscht, aus Versehen verändert oder überschrieben wurden oder gar eine Laptop baden geht oder eine Festplatte abraucht. Das ganze ist simpel: Ich kann auf die Webseite der dropbox gehen, mit einloggen und dort alle meine Dateien einsehen, herunterladen, neue hochladen und eben auch die älteren Versionen von Dateien wieder herstellen. Dieses feature habe ich gerade in meiner Klasse schon etliche male genutzt, wenn z.B. mal wieder ein Schüler ein Arbeitsblatt gelöscht oder überschrieben hatte. Brillant und soweit ich das beurteilen kann alternativlos! (Da lasse ich mich aber gerne auch eines besseren belehren.)

Digitaler Austausch leicht gemacht!

Leichter gehts kaum. Digitaler Austausch mit dropbox.

Leichter gehts kaum. Digitaler Austausch mit dropbox.

Und auch das ist noch nicht alles. Wie schon erwähnt, nimmt die dropbox auch in meiner Klasse eine wichtige Funktion ein. Ich habe eine Netbook-Klasse, in der die Schüler gänzlich mit diesen kleinen Helfern ausgestattet sind. Da ist es natürlich ganz zentral, dass man sich neben dem Verbalen auch digital austauschen kann. Auch hier bietet dropbox die passende Lösung. Es ist nämlich möglich Ordner und Dateien einerseits freizugeben, andererseits aber auch gemeinsam zu nutzen. Und eben diese gemeinsame Nutzung von einem Ordner, der dann in über zwanzig verschiedenen dropxboxen auftaucht ist wahrlich hilfreich. Ich stelle ein Arbeitsblatt in den gemeinsamen Klassenordner und schon haben alle Schüler dies vorliegen und können mit der Arbeit loslegen. Die Schüler haben eine Präsentation gemeinsam erstellt? Einfach in den Ordner schieben und schon habe ich Zugriff und kann sie für alle projizieren. Einfach, simpel, funktionierend!

Und da dropbox für alle Betriebssysteme gut integriert ist, kann man diese funktionien sogaroft direkt aus dem Kontextmenü (rechte Maustaste) einer Datei oder eines Ordner heraus nutzen. Rechte Maustaste auf den Ordner mit den Fotos des letzten Urlaubs, „Freigabe link anzeigen“ auswählen und schon bekommt man einen link, um den Ordner jedermann- egal ob dropbox-Nutzer oder nicht – gezielt freizugeben. Also per mail an die Freunde und schon können auch sie die Fotos genießen! Wie ihr seht: ich bin begeisterst und kann mit mein Arbeiten ohne die dropbox nur noch schwer vorstellen.

Alternativen?

Meines Erachtens gibt es derzeit keine vollwertige Alternative. Für mich als Ubuntu-User würde da natürlich sofort UbuntuOne auf dem Plan stehen. Dieses steckt im Vergleich zur dropbox aber noch in den Kinderschuhen, auch wenn sich dort in letzter Zeit viel getan hat. Außerdem ist die Ausrichtung doch eine etwas andere und zielt z.B. stark auf Multimedia ab. (Es sei hier z.B. die Integration in den ubuntu-music-store oder das Stream auf android oder iOS genannt). Vor allem das Fehlen der Fähigkeit der Datenwiederherstellung stellt hierbei die größte Einschränkung des Dienstes dar.

Wo ist der Haken an der Wunderbox?

Ja es gibt den einen oder anderen: Die Grundausstattung der dropbox sind 2GB Speicherplatz. Je nach Nutzung kann das auch mal eng werden. Durch Freundschaftswerbung kann man diese 2GB aber auf bis zu 10GB (oder sogar 20GB, wenn man Student ist) erhöhen. Damit sollte man für seine alltäglichen Dokumente ausreichend Platz finden. Und wer mehr haben will kann gegen moderate Bezahlung den Speicherplatz nach eigenen Wünschen vervielfachen. Mir wäre der Service allemal das Geld wert, wenn irgendwann mein Speicherplatz nicht mehr reichen sollte.

Ein weiterer Haken: Die Daten in der dropbox liegen dort verschlüsselt, das ist gut. Die Verschlüsselung der Daten erfolgt jedoch durch dropbox, also besteht theoretisch die Möglichkeit, dass die Daten von den dropbox-Programmierern eingesehen werden können. Man sollte als nicht unbedingt vertrauliche Dokumente mit der dropbox synchronisieren oder diese zuvor selbstständig verschlüsseln. Ich denke die Inhalte meiner Abreitsblätter und Unterrichtsmaterialien lagern dort angemessen!

Ihr merkt ich bin überzeugter dropboxer! Und vielleicht habe ich ja dem ein oder anderen eine Anregung gegeben, auch mal einen Blick auf das kleine tool zu werfen. Wer das gerne tun möchte, kann diese gerne über diesen link hier, dann bekommen er und ich gleich noch jeweils 250MB Speicherplatz dazu geschenkt!

Bleibt mir gesonnen, Schorsch

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7 Kommentare zu “Wie mir die dropbox mein Leben (als Lehrer) erleichtert

  1. Moin Schorsch,

    eine Alternative für Leute mit Linux-Server ist iFolder. Es gibt zwar nur Pakete für Suse Linux, aber für Ubuntu (wenn es nicht der Natty Narwhal ist, bei mir läuft es auf 10.04 LTS 64-bit) lässt sich das ganze mit einigen gut gemachten HowTos halbwegs einfach kompilieren. Hat den Vorteil, dass ich weiß, wo die Daten liegen und der Platz nur durch die Serverfestplatte begrenzt ist. Clients gibt’s für Linux, Windows und MacOS. Ist halt alles etwas professioneller als DropBox, macht aber im Endeffekt dasselbe. Soll jetzt keine Werbung sein, aber für Dich als Linuxer ist dsa ja vielleicht eine Option.

    • Da fehlt mir nur noch der Server. 😉 Und (leider) läuft bei mir überall der Narwal! Aber einen Blick werde ich da mal drauf werfen. Danke für den Tipp!

  2. Wer einen Ersatz für die Dropbox sucht, aber seine Daten ausschließlich in Deutschland haben möchte, sollte sich Safesync genauer ansehen. Funktioniert genau so gut, jedoch habe ich dabei mehr vertrauen wenn die Daten nicht in den USA liegen. Übliche 2GB sind Gratis, siehe mein Einladungslink als kleines Dankeschön https://dc1.safesync.com/j/fnNwxd bzw. nach Aktivierung sind nach eine Einführungstour sofort weitere 500MB drin.
    Natürlich gibt es auch Apps für Iphone/Android dafür, funktionieren auch sehr gut.

  3. Wer Dropbox einsetzen möchte, der beachte bitte, dass Datenschutz und Datensicherheit mindestens problematisch sind: http://www.justria.com/2013/07/03/ist-dropbox-sicher/

  4. Mit http://www.dropbooster.de kann man seinen Speicherplatz auch ganz einfach von 2GB auf 18 GB aufstocken.

  5. Darf ich darauf hinweisen, dass Dropbox die Daten nicht verschlüsselt, ebenso wie Google. Das bedeutet, Lehrer machen sich ggfs. strafbar, wenn Sie personenbezogene Daten dort speichern. Ich empfehle meinen Kollegen dringend, sich für eine ownCloud – beispielsweise vom deutschen Anbieter https://ocloud.de – zu entscheiden. Die Dateien werden verschlüsselt und zum Einstieg kann die Cloud auch sofort kostenfrei genutzt werden.

    • Hallo Helmut (ich denke das ist dein Name 😁)
      Ja du hast natürlich völlig recht. Und seit der Erstellung des Beitrages hier sind ja viele viele Jahre ins Land gegangen.
      Ich nutze mittlerweile zur Synchronisation meiner Daten das ehemalige bittorrentsync (mittlerweile resilio), welches ohne Server via bittorrent Protokoll die Daten direkt synchronisiert. Funktioniert für mich gut!
      Schöne Grüße

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