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Das Motorola XOOM – Tablet die Zweite

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Das Motorola XOOM - Meine Alternative zum Archos 101 G9?

Das Motorola XOOM - Meine Alternative zum Archos 101 G9?

Nachdem ich ja mit dem Archos G9 101 kräftig auf die Nase gefallen bin, musste kurzerhand eine Alternative in Sachen Tablet her. Nach einigem hin und her überlegen landete ich dann beim Motorola Xoom. Meine Kernansprüche werden gänzlich erfüllt. Das Gerät hat einen HDMI-Ausgang (micro-HDMI), einen USB-Anschluss, kann mit SIM-Card betrieben werden und läuft mit Android 3.2. Darüberhinaus hat Motorola ein update auf ICS (Android 4.0) in Aussischt gestellt. Auch wenn dies für die 3G-Version möglicherweise erst im vierten Quartal 2012 sein sollte, so ist es zumindest in Planung. Eingestehen muss man natürlich, dass man mit dem XOOM ein doch durchaus deutlich kostspieligeres (ca. 150€ Mehrkosten) Gerät kauft, als mit dem Archos, aber meine Hoffnung war eindeutig, dass die Mehrausgabe ihr Geld wert sei.

Amazon, der Händler meines Vertrauens

Auch wenn das Gerät in vielen Online-Shops etwas kostengünstiger als bei Amazon zu haben gewesen wäre, so fiel meine Wahl aufgrund meiner überragenden Erfahrungen in Sachen Service und Kulanz (mal wieder) auf den Großhändler meines Vertrauens. Wie gewohnt alles schnell und reibungslos erhalten und voller Vorfreude ans Auspacken gemacht.

Der erste Eindruck

Direkt nach dem Auspacken erfolgt ja wie immer etwas ganz wichtiges, der erste Eindruck! Und ich muss sagen, ich bin begeistert. Das Design ist wirklich chic und – wie erwartet – kein Vergleich zum einfach wirkenden Archos 101 G9. Die Front mit der schwarzen Umrandung in daumendicker Stärke und das silberne, teils schwarze Gehäuse wirken nobel. Die Rückseite besteht zu drei Vierteln aus gebürstetem Aluminium, mit einer zentralen M-Prägung, welche durch das obere Viertel Kunststoff ergänzt wird, in dem sich Lautsprecher, LED-Blitz, Kamera und An/Aus-Schalter befinden. Auch diese ist meines Erachtens durchaus ansehnlich. Natürlich ist es beim XOOM (wie wohl bei jedem Touch-Gerät) ein Vergnügen, die sofort entstehenden Fingertapsen auf dem Display zu entfernen.  Das Gewicht des Gerätes erscheint mir als gut handhabbar.

Die Handhabung

Was mir gleich beim ersten Laden ein klein wenig Bauchschmerzen bereitete, ist der Anschluss des Netzkabels im Gerät. Der Sitz des sehr kompakten Steckers wirkt ein wenig wackelig. Nicht so, dass man denkt, dass er herausfällt, aber so dass man lieber achtsam beim Laden ist, um nicht den Stecker versehentlich abzubrechen. Vielleicht etwas überzogen (habe bisher auch von keinem Abbruch gehört), aber da hätte Motorola durchaus noch etwas für das Bauch-Sicherheits-Gefühl der Nutzer tun können.

Um das Gerät anzuschalten, auszuschalten, bzw. in den Standby-Modus zu versetzen, muss man auf der Rückseite des Gerätes einen kleinen aber guterreichbaren Knopf drücken. Das mag zunächst etwas irritierend wirken, verhindert aber ein versehentliches Drücken beim Betrieb. Dies ist mir mit dem Archos und seinem Schalter an der Eine des Gehäuses durchaus das ein oder andere Mal passiert. Wie ich finde eine gute Lösung, auch wenn man das tablet zum Wiederaufwecken aus dem Standby somit leicht anheben muss. Mich persönlich stört das nicht.

Sofort deutlich wurde auch, dass der Touchscreen ebenfalls in einer anderen Liga spielt, als der des Archos. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist super und spürbar dynamischer. Darüberhinaus zeigt sich der Screen wirklich zuverlässig und präzise. Auch hier waren beim Archos deutliche Abstriche zu machen, was letztlich der Grund für den Umtausch war.

Wenn es mal etwas größer sein soll – HDMI

Der HDMI-Ausgang des XOOM (Micro-HDMI nicht wie beim Archos mini-HDMI) funktioniert einwandfrei. Einfach mit einem passenden Kabel mit dem Monitor/Fernseher/Beamer… verbinden und schon hat man ein schönes Bild projiziert. Anzumerken ist hierbei vielleicht, dass an den externen Geräten die untere Bedienleiste des Betriebssystems ausgeblendet wird und so der Blick frei für Bilder, Video, Internet, Präsentationen oder was auch immer ist.

Mobiles Internet

Eine Auffälligkeit der 3G-Version des XOOMs ist, dass es ohne SIM-Karte gar nicht betrieben werden kann. Beim Starten des Gerätes ohne eingelegte Karte wird man lediglich darauf hingewiesen, eine Karte einzulegen und die einzige Option ist ein Neustart. Aber da man die Mehrausgaben für eine 3G-Version ja nicht grundlos tätigt, hat man, wie in meinem Fall, bestimmt die passende Karte parat. Nach dem Einlegen und dem Neustart wurde diese problemlos erkannt und war zum Einsatz bereit. Die 3G-Funktionalität zeigt sich bei mir grundsolide und die Geschwindigkeiten bei entsprechender Netzabdeckung sind überzeugend. Ein kleines Manko gibt es lediglich bei der automatischen Umstelleung von WLAN auf 3G, wenn das WLAN nicht mehr erreichbar ist. Hier bedarf es manchmal einen kleinen Anstupser (in Form eines Klicks auf „Automatisch auswählen“ im Menü “ Mobilnetze“). Dies umgehe ich mittlerweile, indem ich das WLAN einfach oft deaktiviert lasse und nur noch 3G nutze. Dies ist dank der 5GB-Monatsflatrate eines Discounters gut möglich.

Mobiler Begleiter mit Ausdauer für Musik und andere Dinge

Hinsichtlich der Ausdauer des Gerätes kann ich nur gutes berichten. Bei intensivster Nutzung (Dauerbetrieb und Herumprobieren am ersten Tag) bietet der Akku ausreichend Energie, um ca. zweit Tage durchzuhalten. Bei mittlerweile gemäßigter Nutzung verlängert sich dies nocheinmal deutlich. Man muss das tablet also nicht zwingend jede Nacht an die Steckdose hängen!

Ein Feature, welches ich vor allem mobil lieben gelernt habe und direkt von google, als Mutter des Betriebssystems Android angeboten wird, ist google-music. Ein Dienst, der das Streamen der eigenen Musik auf Android-Geräte ermöglicht. Das ganze ist gratis bis zu einem Speicher von immerhin 20000 Liedern, die man zuvor in die google-cloud hochladen muss. Offiziell erst in den USA verfügbar ist der Dienst über einen amerikanischen Proxy auch in Europa einrichtbar. Einmal mit dem google-Konto verknüpft ist die Nutzung eines solchen Proxys dann nicht mehr nötig.

Das XOOM bietet zum Genuss der Musik wirklich solide integrierte Lautsprecher, die trotz Anbringung auf der Rückseite, auch liegend einen durchaus unterhaltsamen Klang bieten. Auch beim Musikgenuss gibt es eine kleine Einschränkung: Die Bedienung der seitlich angebrachten Lautstärketasten fällt mit Fingern, die nicht ganz so filigran gebaut sind, ein wenig schwer, bzw bedarf ein wenig Gewöhnung. Für meinen Geschmack hätten diese auf Kosten des Designs ruhig ein bisschen weiter abgesetzt werden können. Vielleicht wollte Motorola einfach ein wenig das Fingerspitzengefühl der Nutzer schärfen!

Im Rahmen versteckt sich ein kleines Gimmick

Für mich neu und zuvor unbekannt war ein kleines Details, welches sich im schwarz abgesetzten Rand des Bildschirm an der oberen rechten Ecke verbirgt. Hat man im Betriebssystem eine neue Benachrichtigung, so blinkt eine kleine weiße LED im Rahmen und macht auch bei ausgeschaltetem Ton dezent auf sich aufmerksam.  Eine nette Funktion, die ich vom Archos ebenfalls nicht kannte, sich aber im Alltag als sehr nützlich erweist.

Und die Software?

Zur Software lässt sich im wesentlichen sagen, dass Android 3.2 alle grundlegenden Funktionen standardmäßig erfüllt und darüberhinaus natürlich die große weite des Androidmarkets zugänglich ist, die ein große und stetig wachsende Anzahl an nützlichen, praktischen, unterhaltsamen und auch völlig sinnfreien apps bietet. Über den Standard hinaus ist auf dem XOOM „Qucikoffice HD“ vorinstalliert, welches sonst kostenpflichtig zu erwerben ist. Diese Officesuite bietet grundlegende Funktionalität im Umgang mit (MS)-Office-Dateien. Leider nicht mit Formaten des Opendocument-Formates (.odt, .ods, .odp). Für mich konnte ich dieses Problem beheben, indem ich meine Dokumente nun mit googe-docs synchronisiere. Dies bietet das freie Format zum Import und Export an und die Dokumente in der Cloud (im google-docs-Format) können darüber hinaus auch in Quickoffice-HD bearbeitet werden. Eine App zur Bearbeitung von Dateien im Opendocument-Format existiert offenbar bisher leider nicht (wirklich). Da heißt es wohl noch etwas abwarten, bis libreoffice auf android portiert wurde!

Fazit

Mit dem Motorola XOOM habe ich definitiv einen guten Griff gemacht. Das tablet erfüllt meine Anforderungen und macht darüber hinaus auch noch einfach Spaß. Natürlich hat auch dieses tablet ein paar kleine Mankos, die aber die Funktionalität und den Spaßfaktor nicht spürbar einschränken! Die Mehrausgaben im Vergleich zum Archos G9 101 haben sich definitiv ausgezahlt und meinem Eindruck nach spielt das XOOM einfach in einer anderen Liga und das eben nicht nur in Sachen Design, sondern eben auch im Handling, der Verarbeitung und der Funktionalität. Von mir eine klare Kaufempfehlung! Wer ein tablet mit guter und umfangreicher Ausstattung haben mag, dass aber nebenbei auch Freude macht, der muss vielleicht wirklich etwas tiefer in die Tasche greifen und darf sich, wenn es nach mir geht, gerne das XOOM aussuchen!

Das einzige, was ich etwas vermisse, was eine wirklich clevere Idee von Archos war, ist der ausklappbare Ständer, mit dem man das tablet aufstellen kann. Dies erweist sich z.B. in der Küche, wenn man mal wieder ein Rezept lesen mag, als sehr hilfreich. Nachdem was ich weiß ein absolut einmaliges Archos-Feature. Aber unterm Strich, wenn man die zahlreichen Vorzüge des XOOM betrachtet, ist dies gut zu verkraften.

In diesem Sinne, bleibt mir gesonnen!

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