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Opendocument und Android (bisher) nicht die besten Freunde (Teil 2)

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Die Herausforderung

Wie in meinem Opener zu dieser kleinen Artikelreihe bereits erläutert, geht es mir darum die beste Android-App zu finden, um meine mit libreoffice erstellten Dokumente im OpenDocument-Format zumindest anzeigen oder aber auch bearbeiten zu können. In der Serie stelle ich deshalb nach und nach ein paar ausgewählte Apps vor, die ich zu diesem Zwecke getestet habe.

Lösungsidee Nr.2

Mobile Document Viewer


Der Mobile Document Viewer ist eine App, die zur Ansicht von Dokumenten der Formate .odt,. .ods, .odp (also Texte, Tabellen und Präsentationen im OpenDocument-Format) und einiger weiterer proprietärer Formate (docx, xlsx, pptx) dienen soll. Es gibt die app bei google-play in zwei Versionen. Eine gratis Version, welche mit Werbebannern geschmückt wird und eine werbefreie Version, die mit überschaubaren 0.99€ zu Buche schlägt.

Laut der Beschreibung der App, nutzt diese einen kleinen Trick zur Darstellung der Dokumente. Diese werden in html konvertiert und dann auf den Schirm gebracht. Dies hat laut Aussage des Entwicklers zur Folge, dass einige Formatierungen anders als in der originalen Desktopversion erscheinen.

Der Test

Im Rahmen meiner Nutzung hat sich jedoch gezeigt, dass viele meiner Dokumente in den Formatierungen recht gut wiedergegeben wurden. Dies betraf sowohl Tabellen in Textdokumenten, Aufzählungen und Farbformatierungen als auch Zellbezüge und Formeln im .ods-Format. Hier ein klarer Pluspunkt der App.

Ein wenig schwächer hingegen ist die Gestaltung der UI, also der Benutzeroberfläche. Öffnet man die app, so wird man von einem Dateibrowser begrüßt, der in drei Reiter gegliedert ist. Zunächst findet man dort „Alle Dateien“. Hier findet man standardmäßig eine Liste „aller“ Dateien, die eine automatische Durchsuchung des Dateisystems hervorgebracht hat. Dies funktionierte bei mir äußerst unzufriedenstellend. Es wurden lediglich ein paar wenige meiner wichtigen Dateien und einige kryptische html-Dateien angezeigt, deren Sinn und Zweck mir fern blieb. Dieses Manko kann man jedoch gut beheben, indem man in den Einstellungen das automatische Durchsuchen deaktiviert. Nun wird man in dem entsprechenden Reiter von einem Dateibrowser mit klassischer Baumstruktur begrüßt, in dem man frei navigieren kann. Die Navigation gestaltet sich aufgrund der kleinen Schrift auf dem Tablet etwas frickelig, läuft aber flüssig!

Im zweiten Reiter findet man eine sehr nützliche Auflistung der „zuletzt benutzten“ Dateien, im dritten sogar die Auflistung der als „Favoriten“ markierten. Dies kann man im Dateibrowser (erster Reiter) mit einem langen „Tap“ auf die entsprechende Datei im Kontextmenü oder bei geöffneter Datei direkt am oberen rechten Rand (Sternchen) auswählen.

Natürlich wird die app auch in die Auswahl „Diese Datei öffnen“ eingefügt, die man erhält, wenn man Dateien aus jedem anderen beliebigen Dateibrowser oder auch z.B. der Dropbox auswählt. Somit kann man Dokumente z.B. auch aus der cloud heraus mit dem Mobile Document Viewer öffnen.

Alles schön und gut, aber…

Alles was ich bisher geschrieben habe, hört sich stark danach an, dass dies meine Standard-Lösung für das Anzeigen von Dateien im OpenDocument-Format wird. Ist sie aber nicht! Also: Wo ist der Haken?

Wenn man versucht komplexere Dateien, vor allem .ods-Dokumente mit z.B. mehreren Tabellen zu öffnen, so kann man getrost zwischendurch noch einmal Kaffeetrinken gehen. Zwar wird man am Ende der Wartezeit mit einer meist zufriedenstellenden Formatierung der Dateien belohnt, aber für den produktiven Einsatz für mich persönlich ein fatales Manko! „So liebe Schüler in fünf Minuten geht der Unterricht weiter, ich muss gerade mal die Tabelle öffnen!“ Auch beim Wechseln von Tabellenblättern, was hier im Gegensatz zur Konkurrenz aber funktioniert, zeigt sich die selbe Wartezeit. Bedingt ist diese wohl in dem genutzten Verfahren. Erst Konvertieren, dann Anzeigen – Das dauert! Sehr Schade. Darüber hinaus erhoffte ich mir ja insgeheim noch immer eine Lösung zu finden, mit der ich Kleinigkeiten an meinen Dokumenten, z.B. eben mal eine Note für ein Referat oder so, auch editieren kann.

Fazit

Das Ergebnis lautet also: Gute app für alle, die bei der Anzeige von Dokumenten im Opendocument-Format keine Eile haben und auf das Editieren verzichten können.

Aussicht

In den nächsten Beiträgen könnt ihr weitere apps finden, die mir helfen sollten meine Herausforderung zu meistern, diese wären

In dieser Beitragsserie bereits veröffentlicht wurden kurze Einblicke zu folgender app:

In diesem Sinne, bleibt mir gesonnen!

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3 Kommentare zu “Opendocument und Android (bisher) nicht die besten Freunde (Teil 2)

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