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Opendocument und Android (bisher) nicht die besten Freunde (Teil 4)

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Die Herausforderung

Wie in meinem Opener zu dieser kleinen Artikelreihe bereits erläutert, geht es mir darum die beste Android-App zu finden, um meine mit libreoffice erstellten Dokumente im OpenDocument-Format zumindest anzeigen oder aber auch bearbeiten zu können. In der Serie stelle ich deshalb nach und nach ein paar ausgewählte Apps vor, die ich zu diesem Zwecke getestet habe.

Lösungsidee Nr.4

Softmaker Office 2012 für Android

Erst vor kurzer Zeit wurde vom Unternehmen Softmaker die aktuelle Version 2012 ihrer Office-Suite veröffentlicht. Es gibt Versionen dieser Software für Windows, aber auch für Linux (sehr schön!) und eben auch Android. Die Macher gehen mit keiner geringeren Aussage als folgender an den Start:

An dieser Werbebotschaft muss sich die App messen lassen...

An dieser Werbebotschaft muss sich die App messen lassen…

Ob dieses Versprechen gehalten werden kann und ob sich hier endlich eine Lösung für meine Herausforderung zeigt, das gilt es zu klären.

Aufbau der App

Generell bietet Softmaker ihr Office für Android in zwei verschiedenen Formen an. Einerseits ist es möglich die Suite als Ganzes auf der Webseite des Unternehmens zu kaufen. Dort erhält man dann für einen leicht reduzierten Preis im Vergleich zum Einzelkauf die drei Apps TextMaker mobile 2012, PlanMaker mobile 2012 und SoftMaker Presentations mobile 2012. Alternativ kann man je nach Bedarf die drei Apps auuch einzeln im google playstore kaufen. Wie ich finde eine gute Lösung, die hier angeboten wird. Warum das Gesamtpaket nicht im playstore zu erstehen ist, bleibt allerdings offen.

Ich habe schwerpunktmäßig mich erstmal mit dem TextMaker auseinandergesetzt, weil dies für mich das zunächst wichtigste Produkt im Alltag darstellt.

Die Struktur des Programms ist allen, die schon mal eine Office-App genutzt haben schnell zugänglich. Man hat eine Menüleiste am unteren Rand des Bildschirms, aus welchem sich bei Bedarf eine zweite Leiste auftut, wenn man durch die Funktionen navigiert. Dateien kann man sowohl aus dem lokalen Datenbestand, als auch aus der Cloud öffnen. Hierzu ist eine einfache Integration der üblichen Verdächtigen (dropbox, google drive, Evernote) gegeben. Sky Drive taucht hierbei nicht auf.

Was TextMaker alles kann.

Zunächst ganz wichtig: TextMaker schafft es in der Tat, eine sehr gute Darstellung der Daten wiederzugeben. Formatierungen bleiben wirklich gut erhalten und spiegeln das Original gut wieder. Tabellen bleiben erhalten, Aufzählungen sind passig. Gerade hierbei langen andere Office-Apps unter Android gerne mal daneben! Eine Einschränkung gibt es. Zu dieser aber im nächsten Absatz mehr. Nichts desto trotz: Ich persönlich kann klar sagen: Beste unter Android verfügbare App zur Ansicht von Office-Textdokumenten. Darüberhinaus kann man aber eben auch Dokumente editieren. Und auch hier zeigt sich ein ähnliches Bild. Alle grundlegenden Funktionen stehen zur Verfügung und werden gut umgesetzt. Auch hier hat TextMaker seiner Konkurrenz (z.B. OfficeSuite 6.5 oder Qucikoffice Pro) gegenüber deutlich die Nase vorn! Auf meinem Tablet macht das Editieren wirklich Spaß, auch wenn man sicher keine Romane per Touchscreen schreiben möchte. Meine alltäglichen Funktionen sind soweit erstmal abgedeckt.

Aber! Für mich als Linuxnutzer stellt sich natürlich zunächst die Frage nach dem Support freier Dokumentenformate. Hier zeigt sich, dass TextMaker (mal wieder im Gegensatz zur Konkurrenz) das Standard-Textdokuemntenformat .odt unterstützt. In diesem z.B. von LibreOffice oder OpenOffice genutzten Format befinden sich 90% meiner Textdokumente und daher kann ich mich hier endlich mal glücklich schätzen!

Und wo ist der Haken?

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Ja in der Tat, so begeistert ich bis hierhin auch sein mag ein paar Wermutstropfen gibt es.

Zum einen wäre da eben, dass abgesehen von .odt die anderen opendocument-Formate noch! nicht unterstütz werden. Bei Tabellen und Präsentationen muss man bis dato also auf das MS-Format zurückgreifen. Auch dieser Schatten wird aber nicht lange halten, da mir auf Anfrage an den Support, folgendes zugesichert wurde: „Weitere Dateifilter für .ods und .odp sind in Entwicklung und erscheinen in zukünftigen Versionen.“. Damit kann ich mich zur Zeit begnügen!

Darüberhinaus gibt es auch eines, was aus originalen Dokumenten bisher nicht umgesetzt werden kann. Dies sind mit dem Formeleditor eingefügte Formeln. Diese werden lediglich als leere Grafiken angezeigt. Das mag für viele völlig egal sein, für mich als Chemiker jedoch (fast) ein K.O.-Kriterium! An dieser Stelle muss ich auch festhalten, dass die Konkurrenz hierbei keine Probleme aufweist und diese Formeln akkurat wiedergibt. Hier zu war die Reaktion des wirklich schnell reagierenden Supports folgende: „Eine Unterstützung dieser ist auf der Agenda für zukünftige Versionen.“ Das kann nun natürlich alles und nichts bedeuten! Es bleibt also abzuwarten und zu hoffen, dass nicht allzu viele andere Punkte auf der Agenda vor diesem Feature stehen!

Fazit

Für mich ist ganz klar mit Softmaker Office 2012 mobile ein neuer Stern am Android-Office Himmel aufgegangen. Keine andere App konnte mich bis dato so davon überzeugen, dass eine vernünftige Darstellung und Bearbeitung von Dokumenten auf meinem Tablet möglich ist, wie diese!

Das schöne ist: Es gibt für jedermann eine 30Tage-Testversion im playstore! In einem Monat kann man wirklich klar für sich bewerten, ob der, wie ich finde recht faire Preis, von rund 10€ pro App investiert werden soll oder nicht! Also klare Testempfehlung!

Ich werde meine Trail-Version bestimmt upgraden und wenn Formeln dann noch adäquat wiedergegeben werden,  wird diese App definitiv mein mobiles Dokumentenbearbeitungsprogramm!

Aussicht

Ich werde definitiv meine Augen weiter offen halten, um die für mich persönlich perfekte Lösung der mobilen Officenutzung zu finden. Wenn ihr mögt, könnt ihr gerne meinen Weg dorthin hier im blog verfolgen. Ich würde mich freuen!

In dieser Beitragsserie bereits veröffentlicht wurden kurze Einblicke zu folgenden apps:

In diesem Sinne, bleibt mir gesonnen!

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