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Opendocument und Android (bisher) nicht die besten Freunde (Teil 1)

Die Herausforderung

Wie der eine oder andere vielleicht weiß, bin ich überzeugter Nutzer von freier Software (im Sinne des opensource Gedankens und nicht zwangsläufig im Sinne von Freibier!). Ganz vorne mit dabei sind unter vielen anderen das Betriebssystem meiner Wahl Ubuntu und die Office-Suite meiner Wahl LibreOffice. Seit Jahren nutze ich diese und bin damit auch alles in allem sehr zufrieden. Wie es sich für freie Software gehört sind natürlich auch die entsprechenden Dateien in einem offenen Format gesichert. Das bedeutet konkret: LibreOffice erstellt Dateien im opendocument-Format. Dieses von der KBSt (Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung) empfohlene ISO-Format hört auf die Dateiendungen .odt (für Textverarbeitungsdokumente), .ods. (für Tabellenkalkulationsdokuemnte) und .odp (für Präsentationen).

Leider ist trotz der offiziellen Empfehlung und der sehr positiven Resonanz einzelner Kommunen, die zu freier Software migriert sind (z.B. München im Rahmen von LiMux), die Verbreitung dieser Standards, bzw. der dazugehörigen Software noch recht überschaubar. Und da sind wir quasi beim Beginn meiner Herausforderung: Die Suche nach einem Android-App für mein Motorola XOOM, welches meine über Jahre erstellten Dokumente verarbeiten oder zumindest anzeigen kann! Ziel dabei ist es, meine gesamten Unterlagen in der Schule stets mobil mit meinem Tablet-PC parat zu haben und nutzen zu können.

Welche Wege ich zum Lösen der Herausforderung eingeschlagen habe, möchte ich gerne in diesem und ein paar folgenden Beiträgen vorstellen. Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, der vor einer ähnlichen Problematik steht.

Lösungsidee Nr.1

OpenOffice Document Reader

Zum Weiterlesen hier Klicken

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Ein Kommentar

Ubuntu und Ich

Die, die mich kennen oder ab uns zu hier in meinem blog gelesen haben, wissen es schon. Für die, die es noch nicht wussten: Ich benutze Ubuntu! Und das schon seit Jahren!

Droge, Gewürz oder Haartönung?

Wenn ihr nun denkt: „Oh mein Gott, warum tut er das bloß?“, „Was faselt der da?“ oder „Dabei war er mir doch so sympathisch!“,  dann will ich euch etwas auf die Sprünge helfen und die Angst nehmen.Es geht um keine Abhängigkeit von bewusstseinserweiternden Drogen, es geht auch um kein Beautyprodukt und es geht auch um keine afrikanische Frucht oder ähnliches (auch wenn ich das gelegentlich gefragt werde). Die Zuordnung des Wortes im Afrikanischen ist zwar schon nicht schlecht, aber, es verbirgt sich jedoch etwas ganz anderes dahinter. Ubuntu ist eine Linuxdistribution. Vielleicht hat es nun Pling gemacht und der Groschen ist gefallen oder aber ihr denkt „Ja toll! Nun weiß ich ja echt viel mehr!“. Für die zweitere Gruppe: Linux ist ein Betriebssystem. So etwas wie das allseits berühmt berüchtigte Windows oder MacOS, welches man auf Computern von apple findet. Und Ubuntu ist quasi eine bestimmte „Version“ von Linux.

Das Ubuntu Logo

Das Wort „Ubuntu“ ist Zulu und bedeutet frei übersetzt „Menschlichkeit“. Diese Philosophie haben sich die Entwickler des Betriebssystems und die User-Community zu eigen gemacht. Die Grundidee hinter Ubuntu ist es, ein Betriebssystem zu schaffen, welches  für jedermann einfach zu bedienen ist und durch eine ausgewählte Kombination an Software für jede Aufgabe ein Programm zur Verfügung stellt. Ubuntu – Linux for human beings.

Die Community – der größte Vorteil Ubuntus

Wie schon eben erwähnt gibt es eine riesige, aktive Community um Ubuntu herum. Da Ubuntu mittlerweile die am meisten genutzte Linux-Distribution überhaupt ist, gibt es auch zahlreiche Menschen, die aktiv entwickeln, testen und vor allem in den zahlreichen Foren aktiv sind. Jeder der mit seinem Windows schon einmal ein Problem hatte (und davon soll es ja den einen oder anderen geben!) und nicht sofort weiter wusste, wird vielleicht nachvollziehen können, wie toll es ist, einfach in ein Forum zu gehen, das Problem zu posten und oftmals schon nach wenigen Minuten freundliche, kostenlose und kompetente Lösungsansätze zu bekommen. Kein Vergleich zur Windows-Hilfe! Oftmals ist es sogar gar nicht notwendig einen thread in einem Forum zu eröffnen, da es sehr gute ubuntu-wikis gibt, in denen man zu Hardware, Software, Einstellungen usw. gute Artikel findet. Und auch hier wieder: Alles made by Community.

Dieser beschriebene Gemeinschaftsgedanke ist für mich ganz grundlegend und auch deshalb trage ich ab und zu Polo-Shirt mit dem kleinen Tux auf der Brust oder dem Ubuntu-Logo auf dem Rücken. Das eine oder andere Mal wird man dann gefragt, warum ich „Werbung“ mit mir herumtrage, woraufhin meine Antwort, zumindest, wenn ich keine Lust oder Zeit für lange Erläuterungen habe, ist, dass das keine Werbung ist, sondern eine Lebenseinstellung. Und im Kern steckt da ein ganzes Stück Wahrheit! Davon mal abgesehen, finde ich Tux, das Linux-Maskottchen, einfach einen nett anzusehenden Zeitgenossen!



Wem der kleine Pinguin auch sympathisch ist, der googlet einfach mal in der Bildersuche nach seinem Namen. Mittlerweile gibt es einen Tux für jede Lebenslage. Auch das kann nur eine aktive Community schaffen!

Über OpenOffice zu Ubuntu

Aber die Frage, wie ich überhaupt dazu kam, Ubuntu zu nutzen, bleibt bislang offen. Eigentlich ich die Antwort einfach. Während meines Studiums hatte ich Zeit. Einen Teil dieser Zeit verbrachte ich am Rechner, den ich für die Uni aber auch zum Spielen nutzte. Immer wieder traten Probleme auf, vor allem als ich immer wieder wacker versuchte mit Word Hausarbeiten zu verfassen. Bei der Recherche nach alternativen Officeprogrammen stieß ich natürlich unweigerlich auf OpenOffice. Meiner Neugier ist es dann geschuldet, dass ich mich etwas tiefer gehend über die opensource-Idee dahinter schlau machte und landete dann auch schnell bei Linux als freiem Betriebssystem, welches sofort einen großen Reiz auf mich ausübte. So kommt es, dass ich seit dem „nervösen Molch“ (Codename: Edgy-Eft) aus dem Jahre 2006 Ubuntuuser bin, wobei die Umstellung auf Ubuntu als mein alltäglich vorrangig genutztes Betriebssystem erst später erfolgte, wann genau kann ich gar nicht genau bestimmen. Auch heutzutage, wo ich mein fünfjähriges Ubuntu-Jubiläum feier, habe ich neben der aktuellen Ubuntuversion immer noch eine Windows-Version installiert, da mich das Spielen bis heute nicht gänzlich losgelassen hat. Aber zu Spielen unter Linux später mehr!

Warum nicht Windows?

Windows ist eine große Errungenschaft für unsere Gesellschaft. Bill Gates hat mit seinen Ideen und Microsoft als Unternehmen die Entwicklung der Computer weltweit bestimmt sehr vorangetrieben. Hier in unseren Breiten ist jeder irgendwann (nach dem Amiga oder C64) bei einem PC mit Windows gelandet und ist damit (IT-mäßig) groß geworden. Aber auch was gut war/ist, sollte auch mal in Frage gestellt werden. Ich für meinen Teil hab dies getan und sehe viele individuelle Vorteile in der Nutzung von Ubuntu, auch im Vergleich zum (wieder) guten Windows7. Oftmals sind es Kleinigkeiten, manchmal aber auch grundlegende Ansätze, die den Unterschied machen!

Installation in 30 Minuten

Was mir immer wieder bewusst wird ist die enorme Geschwindigkeit, in der man das System neu aufsetzen kann. Damit meine ich: Formatierung der Festplatte, Installation, Grundeinrichtung bis zur Funktion. Und das ganze funktioniert bei Ubuntu in einer halben Stunde. Clever ist z.B. die Installationsroutine. Während im Hintergrund Systemdateien kopiert und eingerichtet werden, gibt man zeitgleich die Benutzerdaten des Users ein, wählt die Sprache, das Tastaturlayout usw. Das spart Zeit. Und wenn das ganze dann abgeschlossen ist. Schwupdiwup hat mein ein funktionierendes System. Schnell noch ein zwei Zugangsdaten für das eine oder andere Programm und los geht es mit dem Erkunden des neuen Betriebssystems. Jedes Windows, was ich aufgesetzt habe, hat deutlich mehr Zeit bis zur Nutzung in Anspruch genommen. Zusätzlich ist man dann quasi noch gezwungen Virenscanner und Firewall, um das System dann auch noch sicher zu bekommen.

Programmvielfalt ohne Grenzen

Was ich unter Ubuntu wirklich lieben gelernt habe, ist das Prinzip Software zu suchen, zu finden und zu installieren. Um es kurz zu erklären: Es gibt ein Programm, in welchem man durch eine Suche oder durch Stöbern in Kategorien die installierten Programme einsehen, deinstallieren, neue suchen und installieren kann. Dazu bekommt man immer eine kurze Erklärung zum Programm und ggf. auch ein Bild von eben diesem. Es ist quasi ein „appstore“. Das grandiose ist die Vielfalt. Es gibt abertausende Programme in allen erdenklichen Sparten und für alle erdenklichen Anwendungsbereiche. Zusätzlich zu den opensource, also freien Programmen, die angeboten werden, gibt es auch eine Rubrik zum erstehen von kostenpflichtiger Software. Hier ist die Bandbreite noch sehr beschränkt, was sich in naher Zukunft aber ändern dürfte. Und das beste ist eben: Ein Klick und das Programm wird installiert.

Eine zentrale Anlaufstelle für Windowssoftware, geschweige denn ein Tool, welches Installationen einheitlich einfach gestaltet, gibt es bekannterweise nicht. Auch wenn man natürlich nicht die noch viel größere Bandbreite an Angeboten verschiedenster Firmen zu verschiedensten Konditionen außer Acht lassen darf, sehe ich hier bei Ubuntu einen riesigen Vorteil!

Die einzige Kategorie im Softwarecenter, in der es qualitativ noch! recht überschaubar aussieht, ist die Spielekategorie. Kein großer Spieleentwickler hat bisher ernsthaft konsequent Blockbuster-Spiele so gestaltet, dass sie direkt und ohne Umwege unter Linux laufen. Ich denke aber, dass auch hier sich eine Wende anbahnt und nach und nach immer mehr Spiele plattformunabhängig gestaltet werden. Indizien für diese Entwicklung sind beispielsweise 0AD oder Dilogus

Up to date – auch ohne Neustart?

Gerade in diesem Moment läuft ein update meines Systems. Ich kann ganz normal weiter arbeiten. Ich kann den Rechner danach in Windeseile herunterfahren und anschließend gewohnt schnell wieder starten, falls ich doch noch etwas vergessen hatte. Bei Windows läuft das etwas anders: Ich kann in der Tat auch gewohnt weiterarbeiten. Beim Herunterfahren kommt dann die Meldung: „Updates werden installiert, bitte schalten Sie den Rechner nicht aus“ – Ok – dann geht er halt später aus. Verzichte ich darauf, die Steckerleiste auszumachen! Beim Hochfahren wird es dann aber noch spannender: „Die Installation der Updates wird fortgesetzt…“ Ein Wartebildschirm der verhindert, dass ich wie gewünscht an meine Arbeit kann. Nach eiiger Zeit Warten: Neustart! Und dann: „Bitte Warten Sie während die Updates abgeschlossen werden!“ Erst dann kann ich an meine Arbeit und es sind auch schon einige Minuten vergangen. Es ist nicht so, dass für mich jede Minute zählt und ich so enorm unter Zeitdruck arbeite, aber es ist eine Kleinigkeit, die mich persönlich einfach nervt! Randbemerkung: Auch Ubuntu braucht ab und zu einen Neustart. Immer wenn Updates für den „Kernel“, also ganz grundlegende Systemdateien kamen, möchte der Rechner neugestartet werden. Allerdings kann ich bestimmen, wann dies passiert und ich habe beim Herunterfahren und booten keine Wartebildschirme oder mehrfache Neustarts.

Freiheit

Es spricht eigentlich für sich. Linux bietet mir die Freiheit, die ich haben möchte. Ich kann die Programme nutzen, die ich möchte – wie schon gesagt, die Auswahl ist riesig und ich muss keine Programme installiert haben, die ich nicht nutzen möchte. Es gibt für alles Alternativen. Kein Internet Explorer, der in Hintergrund installiert sein muss, damit dass System überhaupt läuft!

Ich kann meinen Desktop so gestalten, wie ich mag. Schwer fällt da eher die Entscheidung zwischen der modernen Unity-Oberfläche, die den Standard darstellt, dem verspielteren hochanpassbarem KDE oder dem schlanken und schnellen Xfce. Wenn ich mag kann ich jedes Detail anpassen, wenn ich nicht mag, nutze ich die abgestimmten vorgegebenen Designs und Strukturen. Mit der Xfce Oberfläche ist es sogar möglich alte Rechner, die mit einem aktuellen Windows nicht mehr ansprechend laufen, wieder zum Rennen zu bringen.

Ein kleiner Eindruck

Und falls die Vorstellung, wie Ubuntu eigentlich aussieht immer noch schwer fällt, so könnt ihr einfach einen kurzen Eindruck davon bekommen, indem ihr in das folgende Video schaut.

Dieser Artikel wird bestimmt nicht der letzte gewesen sein, den ich über das Betriebssystem meiner Wahl geschrieben habe.

In diesem Sinne bleibt mir gesonnen, der Schorsch


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Stolzer Besitzer eines Festkörperlaufwerks – Die Intel SSD 320

Seitdem ich wieder ein Jahr älter geworden bin, bin ich stolzer Besitzer eines Solid State Drives der Firma Intel aus der 320er Serie. Die 120GB Speicher werden nach ein paar kurzen Anlaufschwierigkeiten bei der Installation vom System meines Ubuntus und meines Win7 genutzt. Sinn und Zweck der Übung? Natürlich ein satter Zugewinn an Geschwindigkeit. Hier klicken zum Weiterlesen


Ein Kommentar

Ubuntu-Server Versuch Nr.2 – und er läuft


Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Mein erster Server - Er läuft!

Ich habe es geschafft! Mein erster Linux-Server läuft.  Das Problem am gescheiterten Versuch 1 war dann doch die von der Schule gestellte Hardware. Die Festplatte ist wohl schlicht und einfach hinüber! Nun musste mein gutes altes Netbook herhalten (Dell Mini9) – Nicht die Hardware, die man bei einem Server vermuten würde, aber zum testen super!.

Wie man dem Bild entnehmen kann, ist auf meinem Server noch nichts zu finden, aber er ist schon einmal erreichbar. Das ist doch schon ein wichtiger Schritt! Nun heißt es Datenbank erstellen, konfigurieren und limesurvey zum Laufen bringen. Aber nicht mehr heute!

Bleibt mir gesonnen, Schorsch